Eigentlich steht das Stück: Ein abgelegenes Herrenhaus. Ein alter Lord liegt tot im Salon. Ein misstrauischer Inspector sucht nach einem Täter. Alles sieht nach einem klassischen englischen Krimi aus. Bis hierhin zumindest.
Doch hinter dem Vorhang sieht alles ganz anders aus: Die öffentliche Generalprobe steht kurz bevor. Zwischen Kulissen und Requisiten haben jedoch längst die Eitelkeiten die Regie übernommen.
Mittendrin versucht der Regisseur Falk, das Chaos irgendwie unter Kontrolle zu halten. Keine leichte Aufgabe. Falk ist cholerisch. Ehrgeizig sowieso. Und überzeugt davon, dass die großen Bühnen längst auf ihn warten. Dass er seinen Schauspielerinnen privat gerne mehr Aufmerksamkeit schenkt als während seiner Regie, trägt zum Probenklima nicht unbedingt bei.
Auch Paula glaubt, dass die Zeit für ihren großen Durchbruch endlich gekommen ist, und fordert Falks volle Aufmerksamkeit ein. Julius sieht das naturgemäß ganz anders – schließlich sieht er sich für den eigentlichen Star des Ensembles. Zwischen Paula und Julius fliegen daher regelmäßig die Fetzen. Einig sind sich die Beteiligten allenfalls darin, dass immer die anderen schuld sind.
Während Emily hinter den Kulissen auf ihren Einsatz wartet, betritt noch jemand die Bühne, der dort eigentlich gar nichts verloren hat: Stefan Schmidt. Noch ahnt niemand, welche Rolle er an diesem Abend spielen wird.
Spätestens jetzt interessiert sich kaum noch jemand dafür, wer Lord Thitherthorough eigentlich ermordet hat. Die viel spannendere Frage lautet:
Schafft es dieses Ensemble überhaupt bis zum Schlussvorhang, ohne sich gegenseitig an den Rand des Wahnsinns zu treiben?
Theater, Theater! ist eine turbulente Komödie über Menschen, deren größter Gegner nicht der Mörder ist, sondern das eigene Ego. Freuen Sie sich auf britisches Krimiflair – und auf das Chaos dahinter.

